Wie alles begann!

Man hätte es ja schon immer wissen müssen. Ein Gebäude, das in seiner langen Geschichte gleich zwei Kreditinstitute beherbergen durfte, kann später ja nur einem artverwandten Gewerbe, der Gastronomie eben, Unterschlupf bieten, denn bei beiden ist nach dem Verlassen desselbigen das Vermögen kleiner. So geschah es im Jahre des Herrn 1990, dass sich ein der Bürgerschaft unbekannter Mann, Mark Z. genannt, anschickte, ein Lokal gleichen Namens und kategorisierbaren Charakters zu eröffnen. Schon nach Kurzem gingen in der Horner Civitas die Meinungen über diese neue Unterhaltungsmöglichkeit auseinander. Schon der Name Lokal stieß bei manchem auf Widerstand, denn wer nennt seinen Hund Hund oder sein Pferd Pferd? Was dem einen missfiel, freute die anderen umso mehr, und das Lokal war sehr bald das, was man „in“ nennt. Legendär sind die Vorkommnisse rund ums und im Lokal. Der Volksmund sagt zwar, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist, doch ganz so schön war es auch wieder nicht, als Mark Z. sein Wirken beendete. Daher konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Gästeschar auf den Nachfolger. Ausgestattet mit einem nach Gastronomie und Kompetenz klingenden Namen ging er gleich forsch ans Werk und benannte das Lokal in „Pinot&co“ um. War wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss, denn was die Einen als Pinoccio verstanden, klang für die Anderen nach „Bin in Not“. Was besser gelang war der Umbau, verdanken wir doch diesem die Flügeltüren. Trotz intensiver Ursachenforschung durch den Mann mit dem gastronomischen Namen wurde kein plausibler Grund für den Verlust an Atmosphäre gefunden. Tiefe Ruhe breitete sich dann um das magische Eck am Rathausplatz, doch dann kam mit der Neuübernahme neues Leben in die verwaisten Räumlichkeiten.